Der Traum vom eigenen Blog ist meistens mit WordPress verbunden. Laut Search Engine Journal werden heute 39,5 % (!) aller Webseiten mit WordPress betrieben. Dafür gibt es gute Gründe:

  • Jede Menge vorgefertigte Designs (Templates), viele davon gratis.
  • Eine sehr übersichtliche Admin-Oberfläche.
  • Zehntausende von Erweiterungen (Plugins) für jeden Zweck.

WordPress
Das Logo des Marktführers. Quelle: Pixabay


Ich habe mich trotzdem entschieden, dieses Blog mit einem statischen Site-Generator zu erstellen, und zwar mit Jekyll.

Jekyll
Das Logo des Site Generators Jekyll


Die Methode beim Publizieren besteht dabei darin, sich eine Software auf dem eigenen PC zu installieren, die jede einzelne Seite für den Blog fix und fertig erstellt und das Ganze komplett hochzuladen. Jekyll basiert auf der Programmiersprache Ruby, die leicht zu schreiben und zu lesen ist. Die Installation auf meinem Linux-Mint-PC war sehr einfach, aber das ist eine andere Geschichte...

Artikel im Editor
So sieht dieser Artikel im Editor aus.


Ich kann einen beliebigen Editor verwenden, um diesen Artikel zu schreiben. Im Kopfbereich kann ich Informationen wie den Titel, das Datum, die Beschreibung und so weiter eintragen. Durch den folgenden Befehl bringt Jekyll den Blog auf den neuesten Stand und ich brauche die ganzen Dateien im Ordner _site nur noch hochzuladen:

bundle exec jekyll build


Jekyll Struktur
Die Ordner-Struktur von Jekyll ist sehr einfach aufgebaut.


Soweit, so gut, aber wozu das alles?

Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit der Seite, die man auf pagespeed insights ansehen kann. Weil die Daten nicht in einer Datenbank liegen (wie bei WordPress), muss der Webserver nur fertige HTML-Seiten und Bilder anzeigen.

Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit: Es gibt keine Oberfläche für die Administration, in die Hacker eindringen können. Weil es keine Datenbank gibt, sind auch keine SQL-Injections möglich.

Mir persönlich ist Jekyll sympathischer als WordPress, weil ich besser verstehen kann, was quasi unter der Haube passiert.

Außerdem habe ich jederzeit eine lokale Kopie meines Blogs auf meinem PC.

Es gibt mittlerweile Hunderte von statischen Blog-Generatoren. Meine Wahl ist dabei auf Jekyll gefallen, weil es dafür am meisten Tutorials gibt und weil ich ein Ruby-Skript gefunden habe, mit dem sich Tags (Schlagworte) in Jekyll umsetzen lassen.

Ich hoffe, dieser Artikel war nicht zu technisch für alle, die sich in diesem frühen Stadium auf dieses Blog verirren! ;-)

Ich denke, für alle die als Hobby ein bisschen programmieren, ist so ein statischer Generator eine praktische Alternative zu WordPress, Joomla, Drupal und so weiter...

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