Wie erzeugt man Gefühle aus unbelebten Materialien?

Die Griechen wussten es. Als er 40 Jahre alt war, sah der Architekt Frank Gehry die Statue eines Wagenlenkers und brach in Tränen aus, weil sie etwas in ihm berührte. Er wollte Gebäude schaffen, die Menschen in 500 Jahren tief bewegen würden.

Als Schüler hatte es ihm Spaß gemacht, Dinge zu bauen. Zur Architektur kam er über den Umweg der Keramik oder angeregt durch eine Reihe von Vorlesungen von Alvar Aalto.

Als Kind hatte ihn seine Mutter zu Konzerten mitgenommen. Später interessierte er sich für die Verbindung zwischen Gebäuden und Musik.

Guggenheim-Museum in Bilbao

Das Guggenheim-Museum in Bilbao. Quelle: Jose María Ligero Loarte via WikiMedia, CC BY-SA 4.0


Das berühmte Guggenheim-Museum in Bilbao entstand aus der Freundschaft mit dem Museumsdirektor Thomas Krens. Überaschenderweise war dieser Bau besonders kosteneffizient. Man könnte meinen, dass viele geschwungene Linien teurer als rechte Winkel sind. Durch die Erfahrungen aus dem Flugzeugbau und die vorhandene Software ist das aber nicht mehr so.

In Bilbao regnet es oft. Edelstahl schied deshalb als Material aus. Zufällig hatte Frank Gehry im Regen ein Stück Titan zur Hand und sah, dass es eine Art goldene Farbe annahm. Diese Goldfärbung verleiht dem Museumsgebäude an trüben Tagen einen besonderen Reiz.


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