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Tipps für neue Ideen

Roboter als Idee

Es gibt kein Patenzrezept, um gute Ideen herbeizuführen, aber vieles was man tun kann, um sie einzuladen. Die folgenden Punkte stammen aus einem Brainstorming und von Ratschlägen die mir praktikabel vorkommen aus diversen Blog-Artikeln.

  1. Halte dich in inspirierender Umgebung auf! Das kann ein Café, eine Buchhandlung, ein Golfplatz, ein Baumarkt oder ein Park sein. Mir helfen lange Zugfahrten oder Spaziergänge im Wald, um auf andere Gedanken zu kommen. Manche Leute fühlen sich durch Architektur oder Kunst inspiriert und gehen ins Museum. 
  2. Erzeuge jede Menge Ideen! Der Versuch, eine ganz besonders gute Idee zu finden, kann etwas einschüchternd wirken. Der „Ideen-Muskel“ lässt sich trainieren, wann man das regelmäßig tut. Wer kann schon auf Anhieb entscheiden, ob eine Idee Potenzial hat? Viel einfacher ist es, jede Menge Einfälle für den Papierkorb zu produzieren und die dann zu sichten. 

  3. Verfolge die Gedanken interessanter Menschen in Sozialen Medien! Zu meinen Lieblings-Blogs gehören Dilbert.com, roberttwigger.com und ittybiz.com. Blogs oder Kolumnen zu verfolgen ist, als würde man andere Leute über längere Zeit beim Denken begleiten und von ihren Einfällen und Launen profitieren. 

  4. Zeichne Mindmaps, bastle ein Modell oder tue etwas anderes, um eine Problemstellung auf ein anderes Medium zu übertragen!  Manche Psychologen stellen Familiensysteme durch Puppen oder durch Stellvertreter dar. Der Architekt Frank Gehry entwirft seine Gebäude nicht mit Skizzen auf Papier, sondern als gebastelte Modelle.

  5. Mach etwas, das du noch nie zuvor getan hast! Unser Gehirn schaltet auf Entdecker-Modus, wenn wir in neue Situationen kommen. Chaos, Unordnung, Unerwartetes und die Notwendigkeit, Lösungen zu finden, schaffen Herausforderungen und das Gefühl, lebendig zu sein. 

  6. Studiere andere Kulturen mit anderen Gepflogenheiten! Bei uns begegnet man den Anforderungen des Alltags anders als in China und dort anders als in Afrika. Unsere Toiletten lassen die Ausscheidungen nicht gleich unter wasser verschwinden, was vielen Ausländern seltsam vorkommt. In Südeuropa gibt es Toiletten zum Hinhocken, quasi ein Loch im Boden, was für uns sehr exotisch ist. Für gleiche Anforderungen gibt es verschiedene Lösungen, die sich bewährt haben. Viele bestehende Lösungen sind nicht optimal. Warum nicht die Mausefalle oder den Regenschirm oder das staatliche Pensionssystem neu erfinden?

  7. Mach Spaziergänge in der freien Natur! Steve Jobs nahm seine Gesprächspartner bei wichtigen Meetings zu Spaziergängen mit. Wenn sich der Körper bewegt, bewegt sich auch der Geist und frische Waldluft hilft uns, uns frischer zu fühlen. Es ist außerdem erwiesen, dass Bewegung die Tätigkeit des Gehirns anregt. 

  8. Schaffe ein System zum Sammeln und Wiederfinden von Ideen! Apps wie Evernote und Simplenote sind dabei sehr nützlich. Wäre es nicht traumhaft, alle guten Einfälle die man jemals hatte und alles was man jemals interessant fand als Sammlung verfügbar zu haben? Ist es nicht denkbar, dass unser Ich vor zehn oder zwanzig Jahren gute Gedanken hatte, die einfach verschwunden sind?

  9. Freewriting: Schreibe genau zehn Minuten lang völlig ungefiltert alles auf, was dir zu einem Thema einfällt! Diese Technik dient dazu, unseren Filter, unser Über-Ich für eine Weile auszuschalten, um so viel wie möglich von dem was unser Geist produziert erst einmal ans Tageslicht zu holen. Es ist viel besser, mit Blättern voller unausgegorener Einfälle anzufangen als mit dem gefürchteten leeren Blatt Papier.

  10. Meditation hilft, gedanklichen Schrott loszuwerden. Ich vergleiche das Meditieren gern mit der Defragmentierung der Dateien auf dem Computer, die oft verstreut und ungeordnet sind. Viele Gedanken beinhalten Stress und Sorgen und führen zu nichts. Unser Körper, unser Geist und unsere Seele entspannen, wenn wir ihnen erlauben, einfach nur da zu sein.

  11. Schreib sofort alle Ideen auf! Seit ein paar Wochen habe ich wieder einen kleinen Notizblock in der Hosentasche. Vor ungefähr siebzehn Jahren habe ich das schon einmal gemacht. Wie gesagt: Einfälle verschwinden, wenn wir sie nicht festhalten! Und sie bleiben, wenn wir sie aufschreiben. 

  12. Surfe im Internet! Pinterest eignet sich gut, um bei einem Thema vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Ich sehe manchmal gern Unmengen von schönen Bildern zu bestimmten Themen an. Außer Pinterest lese ich auch manche Zeitschriften wegen der Bilder und des hübsch gestalteten Layouts.

  13. Geh in eine Buchhandlung und sieh dir Bücher an, die dich spontan interessieren! Manche Leute genießen es, Schuhe zu kaufen oder im Schlussverkauf auf die Jagd zu gehen. Bei mir sind es die Bücher! Alte Bücher, die andere Menschen gelesen und mit Notizen und Eselsohren versehen haben. Neue Bücher, die druckfrisch riechen und modern gestaltet sind. Verschiedene Bücher, die nebeneinander im Regal stehen und genau dasselbe Thema auf verschiedene Weise erklären.

  14. Unterhalte dich mit Menschen, die die Welt anders sehen als du! Nicht, dass ich das besonders oft tun würde, aber "Vier Augen sehen mehr als zwei" gilt auch für das gemeinsame Nachdenken. Gute geführte Interviews zeigen das, und Klassiker wie Platons Dialoge.

  15. Beobachte und betrachte Menschen, Tiere, Dinge, Häuser, Pflanzen! Ich schaue gerade durch das gekippte Fenster nach draußen. Dort steht links ein dicht grüner Laubbaum (keine Ahnung welcher). Rechts vorne wuchert ein Spitzahorn, dahinter eine hohe Kiefer und hinter den Bäumen steht ein modern-eckiges Wohngebäude mit vielen Glastüren und Balkonen. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint durch mein Fenster und in all dem Licht, den Blättern in allen Schattierungen von Grün, den Stimmen aus dem Nebenzimmer und der Elektronik und dem Klackern meiner Finger auf der Tastatur sind Wunder und Wissenswertes und neue Möglichkeiten verborgen.